Brau-Doku



In der folgenden Bilderdokumentation könnt ihr einen Brauvorgang in der Gartenbrauerei begleiten.
 
1. Malz wird rezeptspezifisch abgewogen und geschrotet. Die Spelzen sollten aufgebrochen aber möglichst intakt bleiben. Dies kann man mittels Konditioniereung erreichen. Das bedeutet 2% Wasser wird 12 Stunden vor dem Schroten zu dem Malz gegeben und gut vermengt.

2. Das Wasser wird auf Einmaischtemperatur gebracht, das Rührwerk gestartet und das geschrotete Malz eingeschüttet. Das Rührwerk sorgt für die gleichmäßige Temperaturverteilung und verhindert ein Anbrennen der Maische

3. Die Temparatur wird stets überwacht. Am Ende der Verzuckerungsrast wird eine Jodprobe durchgeführt, um zu überprüfen ob der Stärkenachweis negativ ist.

4. Nach den Rasten wird die Maische bei 78° durch Öffnen des Kugelhahns in den Läuterbottich abgelassen. Im Läuterbottich befindet sich das Läutersieb. Nach dem kompletten Abmaischen erfolgt eine 15 minütige Läuterruhe, in der sich die Spelzen zu einer Filterschicht aufs Sieb legen können

5. Nun wird die Vorderwürze abgelassen. Erst lassen wir ein paar Liter vorschiessen. Diese trübe Vorderwürze wird mit einem Becher aufgefangen und in den Läuterbottich zurückgekippt oder mit der Pumpe so lange in den Läuterbottich zurück gepumpt bis sie klar aus dem Läuterbottich fließt.

6. Jetzt wird die Vorderwürze zurück in den Braukessel gepumpt. Das vorher erhitzte Wasser aus dem Nachgusstopf wird, kurz bevor der Treber zu sehen ist ,direkt in den Läuterbottich zugegeben. Auch hier muss vor Verwirbelungen geschützt werden.

7. Die Stammwürze wird bestimmt, ob mit Spindel, Refraktometer oder Digitalrefraktometer ist eigentlich egal. Wir geben den Nachguss bis zum gewüschnten Wert

8. Im Braukessel wird nun die Würze zum Hopfen-Kochen erhitzt und der Hopfen zugegeben.

9. Nach dem Hopfenkochen, wird der Whirlpool gestartet. Mit einer großen Schöpfkelle wird kräftig gerührt und dann kommt der Deckel drauf. Nach 15 Minuten haben sich die Trubstoffe mittig zu einem Trubkegel abgesetzt. Jetzt wird geseihert, indem die Würze vorsichtig vom Rand des Kessels in das (Spül-)Becken abgelassen wird. Der Stahlwollefilter filtert zusätzlich eventuelle Trubstoffe aus der Würze.

10. Die Würze muss nun schnell abgekühlt werden. Hinter der Brauhütte steht ein volles und ein leeres 200Liter-Wasserfass. Mit einer Tauchpumpe wird das kalte Wasser aus dem vollen Fass durch den Wärmeplattentauscher in das leere Wasserfass gepumpt. Gleichzeitig wird die Würze mittels der Pumpe entgegengesetzt durch den Wärmeplattentauscher geleitet. So „tauschen“ Wasser und Würze die Temperatur und die Würze fließt kalt durch den (in den Gärbottich eingehängten) Sputnikfilter in den Gärbottich.

11. Ist alles im Gärfass, werden etwa 10% der Würze steril für die Nachgärung entnommen und gekühlt gelagert. Die jetzige Stammwürze braucht man um später den Alkoholgehalt zu bestimmen

12. Nun wird der Würze im Gärfass die Hefe zugegeben und der Gärprozess beginnt.

13. Die Hauptgärung beginnt. In den nächsten Tagen wird die Gärung kontrolliert. Schaum wird abgeschöpft.

14. Nach Beendigung der Hauptgärung erfolgt die Abfüllung in Flaschen oder Fässer. Dabei wird jedem Behälter die Würze für die Nachgärung zugegeben. Nun muss das Bier noch nachgären und in den Flaschen oder Fässern unter Druck die Kohlensäure bilden.

15. Die Nachgärung ist abgeschlossen. Das Bier hat nun einen angenehmen Kohlensäuregehalt, einen stabilen Schaum und enthält Alkohol. Prost!!!

16. Freunde können nun bewirtet werden und der Brauer unterzieht sich kritischen Tests.